Odenwald Treffen 2019

Schade, dass dieses tolle Event schon wieder vorüber ist,
so jedenfalls waren die Mienen der Teilnehmer am Sonntag beim Abschied.

Doch der Reihe nach,,,,,,,,,,,

Meinem bitten und flehen  nach bestem Wetter über das Wochenende wurde erhört und Petrus setzte sogar noch ne Schippe drauf: strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und das mitten im September.

Bereits am Donnerstag (Peter kam schon einen Tag früher) waren aus Nordrhein-Westfalen und Thüringen die ersten angereist. Dieter schwärmte vor den anderen noch vom Heidelberger Schloss das im letzten Jahr ein echtes Highlight war. Also morgen früh, auf nach Heidelberg!

2 Venture, eine sogar mit Anhänger, und zwei Rollis folgten dem kurven reichem Straßenverlauf. Direkt am Schloss parkten wir die Mopeds gefolgt von neugierigen Blicken einer Reisegruppe asiatischer Herkunft.

Direkt danach gingen wir zur großen Terrasse der tollen Aussicht wegen. Peter und Rolf staunten nicht schlecht beim Anblick dieser monströsen Anlage. Leider fehlte heute die Magd Bärbel, die einfach nicht aufzufinden war, schade.

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Wir standen gerade bei der letzten Attraktion vom Schloss, dem großen Fass, als ein immer lauter werdendes Knurren zu vernehmen war. Peter`s  Magen konnte als Verursacher ausgemacht werden. „Ich hab Hunger“ so seine klare unmissverständliche Ansage. Komisch, dabei war das Frühstück noch gar nicht so lange her,,,

Zur Anfahrt zum Naturfreundehaus Zwingenberg wählte ich eine extra kurvenreiche Strecke damit er von seinen Hungergefühlen abgelenkt wird.
Statt was G`scheites auf den Teller gab es nur Kaffee und selbstgebackenen Kuchen: wir waren 1 Stunde zu früh da!
Peter hat es überlebt und ich war abends nach ein paar Bier wieder sein bester Freund!!!

Zurück im Hotel, wir waren kaum angekommen und genossen die himmlische Ruhe mit nem Pils in der Hand, kamen die weiteren Gäste in relativ kurzem zeitlichem Abstand angefahren.
Ein frohes Hallöchen untereinander, sich drücken und gleich ein Prösterchen, als ob Mann/Frau sich schon ewig nicht mehr gesehen hätten. Gudrun unsere Wirtin hatte Probleme mit dem Flüssigen nachzukommen, so dass wir selber den Service übernommen haben.

Nach dem Abendessen ging die Party erst richtig los. Die mitgebrachten hochprozentige „Speisen“ standen neben Pils und Weizenbier mit auf dem Tisch. Der Ein- oder Andere kam bei diesem Anblick so richtig in Fahrt.

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Morgens erheiterte uns ein Teilnehmer beim Frühstück damit, dass er uns erzählte wie er wohl beim Ausziehen der Motorradstiefel auf dem Bett sitzend, ermattet einschlief und im Morgengrauen bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung in Motorradbekleidung entspannt aufwachte um seinen Entkleidungsversuch dann endlich erfolgreich zu beenden….
,,,,natürlich mit etwas gestörter Orientierung,,,,,

Endlich ging es dann los: 9Uhr30, die Sonne lachte am Himmel und lies den Chrom der Rollis wie Edelsteine blitzen.
14 Mopeds mit gesamt von mehr als 1000 PS zusammen machten sich auf die Odenwald Tour 2019,,,

Bereits eine halbe Stunde später der erste kurze Halt. Wir standen direkt vor den noch gut sichtbaren Mauerresten eines römischen Wachturmes. 800 Meter weiter der Nächste, der Übernächste usw. Sogar die Reste eines Kastells mit zugehörigem Bad waren noch gut ersichtlich. Kein Wunder, denn wir fuhren direkt an der ehemaligen römischen Grenzanlage (Limes) entlang. Hier in dieser Region sind noch die meisten und bestens erhaltenen Überreste zu bestaunen!
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Weiter auf ganz abseits gelegenen Sträßchen, erreichten wir den Bikertreff „Vesperhäusel“.  Eine ausgiebige Kaffeepause war eingeplant bevor der nächste Tourabschnitt näher kam. Noch engere Sträßchen, noch engere Kurven, in Spitzkehren rauf und wieder runter, von einem kleinen Seitental in das nächste, die Sonne lachte vom Himmel:  es war einfach herrlich.

Pünktlich zur Mittagszeit parkten wir in Oberflockenbach am Gasthaus zur Rose. In einem gemütlichen Biergarten bekamen wir die Speisen serviert. Zwei Teilnehmer waren jedoch bereits so von der Fahrt überfordert, dass sie ein Mittagsschläfchen dem leckeren Essen vorzogen.
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Wie im Flug verging die Zeit. Die erzählten Geschichten waren einfach zu interessant, die Stimmung zu ausgelassen, als dass man damit hätte aufhören können.
Wir mussten ja weiter, schließlich hatten wir ja hier erst die Hälfte der Tour gefahren.

Es war noch eine harte Kurbelei, bis die Sträßchen wieder zu Straßen und Spitzkehren zu Kurven wurden. Bewusst fuhren wir durch das kleine Odenwald Kaff „Ursenbach“. Denn hier lebte der Konstrukteur und zwei-fache Gespann-Weltmeister Helmut Faht, er wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden.

„„„„„„„„„„„„„„„„„„„Helmut R.I.P
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Zu seinem Gedenken finden`sich jedes Jahr im Mai Motorad Begeisterte Idealisten mit alten Maschinen auf seiner ehemaligen Teststrecke ein:

Ursenbach bebt Mai 2019 https://www.youtube.com/watch?v=WZQw-D-rJ_k&t=523s

https://www.speedweek.com/moto2/news/143647/Ursenbach-bebt-Gedenkfeier-fuer-Genie-Helmut-Fath.html

Langsam wurde die Gegend immer flacher, vor dem Weinort Schriesheim führte die Straße in einen knapp 2Km langen Tunnel. An dessen Ende ein schlagartig verändertes Panorama: Minuten zuvor noch die saftigen Wiesen und grüne Täler, nun die flache trockene Rheinebene, im Vordergrund Mannheim mit seinem Industrie Zentrum. Und ganz weit im Hintergrund konnte man schemenhaft die Berge vom Pfälzer Wald erkennen.

Verständlich auch dass ab hier der Verkehr zunahm, Ampelkreuzungen noch und nöcher; von der Luft ganz zu schweigen,,, ich vermisste den stillen Odenwald,,,

Am Stadtrand von Ladenburg steht das Vermächtnis von Dr. Carl Benz und Söhne: seine Produktionshallen mit Interieur aus jener Zeit. Aus Platzgründen ist er damals mit seiner Motorkutschen Produktion 1905 von Mannheim hierher nach Ladenburg umgesiedelt.
Leider haben wir zu Mittag viel Zeit verloren, so dass uns ein Besuch im Museum deshalb verwehrt blieb, verda…. schade,,, doch für ein Gruppenfoto hat es gereicht,,,
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Unweit vom Museum überquerten wir auf einer rustikalen alten Fähre das erste Mal den Necker. Die Fährfrau war so einsichtig und hat uns geschlossen an den wartenden Autos vorbei auf die Fähre gelassen. Alle Rolli`s waren bereits an Bord als von ganz hinten eine fränkische Intruder mangels Startversagen angeschoben kam.
Man stelle sich bildlich vor: Mann sitzt auf Moped und Freundin schiebt keuchend das gesamte Gefährt an Bord!

Was sich anschließend die beiden zu sagen hatten darf ich hier nicht schreiben,,, (Datenschutz!)
Jedenfalls ist die Freundin nicht von Bord gesprungen, die Intruder seltsamer weise wieder ganz normal gestartet und wir erreichten ohne weitere Zwischenfälle das andere Ufer.

Schwetzingen war das nächste Ziel. Unmittelbar vor der ehemaligen Sommer Residenz von Kurfürst Carl Theodor befinden sich neben der Flaniermeile unzählige Eis Cafe`s.
Freundlicher weise dürfen hier neben Fahrräder auch Mopeds geparkt werden, ein idealer Platz also zum Verweilen.
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Verständlich dass wir wieder staunendes Publikum hatten als wir die Maschinen abstellten. Einer flott aussehenden „Madame`“ aus dem nahe gelegenen Elsass stach sofort eine rot/weiße Rolli vom Allgäu samt Fahrer in`s  Auge.
Schwupps saß sie im Sattel und ihr Begleiter musste Fotos von „Madame`“ auf der Rolli machen.

Das Wetter war immer noch anhaltend schön, ein Grund mehr, die etwas längere Rückfahrt in den Odenwald zu wählen. Bis nach Leimen, dem Wohn- und Geburtsort von Tennislegende Boris Becker, quälten wir uns neben stinkenden Autos und roten Ampeln wieder in den Odenwald zurück.
Endlich wurde der Verkehr ruhiger und die frische Luft tat wieder richtig gut.
Hoch auf den Königstuhl, runter in das Neckartal so machte das Cruisen wieder Spaß.
Fast hätte ich die Abzweigung nach Mückenloch übersehen. 
Nach diesem beschaulichem Bauerndorf war es nur noch ein kurzes Stück bis zur zweiten Neckarfähre „Neckarhäuser Hof“.

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Manuel, mein Freund und Fährmann begrüßte uns schon an der Fähre. Sein schwimmendes Unikum stammt aus dem Jahr 1931, wobei der Fährbetrieb hier an der Stelle  bereits schon seit 1803 nachweisbar ist.
Nacheinander enterten wir die Fähre, mussten Zentimeter genau rangieren damit alle Mopeds darauf Platz hatten. Übrigens, die fränkische Intruder schaffte es diesmal aus eigener Kraft an Bord zu kommen, die Erleichterung hat man der Sozia und dem Fahrer richtig angesehen,,,

Auf der anderen Ufer Seite orientierte sich die Straße nach den Krümmungen des Neckars, oder mit anderen Worten:
diese geraden Kurven waren ein schöner Ausklang der diesjährigen Tour.

Es war ein tolles Wochenende hat einen riesen Spaß bereitet, es hätte nicht besser sein können.
Das macht mich als Organisator zufrieden und auch ein wenig stolz. Denn das war mein Ziel liebe Freunde, Euch vergnügliche Stunden zu bereiten.

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2019 Schöneck

23. Jahrestreffen der Royal Stars Germany in Schöneck (Vogtland)

23.05.2019 bis 26.05.2019

Für Alle , die anlässlich der Mitgliederversammlung 2018 die Ankündigung für das 23. Jahrestreffen 2019 in Schöneck nicht miterleben konnten und Jene, die es gern nochmal sehen wollen, hier nochmals das Video zum genießen.

 

 

Ihr könnt aber auch direkt auf diesen Link klicken: https://youtu.be/nyRHtE8BkcA

 

Das 23. Jahrestreffen der Royal Stars Germany vom 23.05.- 26.05.2019 in Schöneck (Vogtland) war geprägt von schönem Wetter, super Ausfahrten mit reichlich Kurven und geselligen Roylisten und deren Freunde. An dieser Stelle sagen alle Teilnehmer nochmals ein herzliches Dankeschön an die Ausrichter von der Kradstaffel Anhalt und deren unverzichbaren Helfern!

 

Und hier geht es zu der Bildergalerie