ERGÜN Ö.




Die Liebe zum Motorrad begann im Kindesalter. Aber auch da zeigte sich, dass es nur ein Chopper sein konnte. Rennmaschinen waren nie mein Ding. Ich konnte es nicht erwarten endlich meinen Mofa-Führerschein zu machen. Natürlich ging es in einem Rutsch, aber meine Eltern ließen nicht zu, dass ich mir auch ein Mofa kaufen durfte. Okay dachte ich, wenn ich 18 bin! Meine deutschen Freunde sagten immer, wenn ich 18 bin, mache ich was ich will und meine Eltern können mir gar nichts! Ich stellte fest, dass das bei Türken nicht so war. Auto ja, Motorrad nein.

Mit 21 wohnte ich mit meiner Freundin zusammen. An einem schönen Frühlingsabend auf dem Balkon erzählte ich ihr, wie sehr mein Herz am Motorradfahren hing.Ihre Antwort: kommt gar nicht infrage, zu gefährlich und und und…………..  Ich dachte mir, das gibt’s doch nicht! Erst meine Mutter und jetzt die Freundin. Mir war klar ich musste handeln, sonst würde ich nie Motorrad fahren. Am nächsten Morgen ganz normal zur Arbeit gefahren, nach Feierabend direkt in die Fahrschule und für’s Motorrad angemeldet. Nun begann die Suche nach einem Motorrad und ich entschied mich für die 750 Virago von Yamaha. Dann verkaufte ich meinen Escort Cabrio und fuhr nur noch Motorrad. 

Egal ob Herbst oder Winter, ich fuhr jeden Tag . Als mein Sohn geboren wurde und ich im Winter auf dem Weg zur Arbeit war, passierte es. Ich hatte in einer Rechtskurve einen Unfall auf den Gleisen mit dem Ergebnis, zwei Bänder in der Schulter gerissen und mein Motorrad zerkratzt und verbeult . Meine Frau bat mich doch jetzt wegen dem Baby mit dem Motorradfahren aufzuhören. 2016 als die Motorradsaison anfing, loderte das Feuer wieder in mir auf. Mir wurde bewusst, die Kinder sind groß und stehen so gut wie auf eigenen Beinen. Also durchstöberte ich mobile.de und da habe ich sie gesehen!

XVZ 1300 Royal Star – ein Traum! Genau wie mein Motorrad immer aussehen musste und es war Liebe auf den ersten Blick

Im März 2017 war sie immer noch beim Händler und ich wusste sie gehört mir. Also hingefahren und gekauft. Im Internet bin ich auf Royal Stars Germany gestoßen und direkt Mitglied geworden. Aber das war noch nicht alles, denn es stand das Jahrestreffen in Bad Breisig an. Nur war ich aus der Übung und nicht fit genug, also noch schnell ein Fahrsicherheits-und Kurventraining beim ADAC gemacht und ab zum Jahrestreffen. Dort lernte ich viele nette Leute kennen und hatte Blut geleckt. Als nächstes stand das Treffen beim Gichtl an, also  Hotel gebucht und ab ins schöne Franken. Auch dort habe ich viele neue Freunde gefunden. Es waren wirklich sehr schöne Tage und Gichtl ist nun ein fester Termin.

Mein Dank auch an Michael Theißen, dass er den Stammtisch RoyalstarsNiederrhein gegründet hat und uns Stammtischlosen ein Zuhause gegeben hat. Jetzt wird wieder jede Gelegenheit genutzt Touren mit meinen Freunden zu fahren.

Royal Stars Germany – nicht nur ein Club, sondern eine Lebensphilosophie.

Ergün Özkul

…und ich hoffe, ich sehe euch beim 14. Frankentreffen in Trailsdorf wieder, hab mich schon mal umgezogen.